winner II

ach ja, bald ist es einen monat her, seit ich zum winner geworden bin.

mit gelöstem schuhproblem, familie und nachbar im schlepptau (mein nachbar war ja schuld daran, dass ich eine preisgekrönte geschichte für die nachbarschaftshilfe geschrieben habe! nochmals danke, lieber nachbar!) düste ich also zum volkshaus.

wie es einem echten winner gebührt, fanden wir mit unseren 2 autos sogar parkplätze in der nähe und einen asia-fastfood mit unglaublich fettigen frühlingsrollen. frisch gestärkt liess ich familie und nachbar sitzen, die sollten in ruhe fertig essen, und genoss jeden schritt richtung volkshaus als erfolgreiche autorin.

punkt sieben kam ich die treppe zum weissen saal hoch. und schon wurde ich von einem netten herrn - niemand geringerem als dem Präsidenten des Fördervereins Nachbarschaftshilfe Zürich, wie sich später herausstellte - in empfang genommen und in den saal geleitet, wo ich mein namenstäfelchen angeklebt bekam:

autorin

so angeschrieben fühlte ich mich SUPER! endlich bin ich meinem traum ein kleines bisschen näher gekommen. und als der moderator zu mir kam und mit mir und den beiden anderen preisträgerinnen den ablauf besprach, fühlte ich mich so professionell wie noch nie vorher.

tja, und dann war es soweit. ich wurde als erste, weil drittplatzierte, auf die bühne gerufen und interviewt und - es hat mir die sprache nicht ganz aber schon ein bisschen verschlagen, jawohl :-) . in ein mikrofon sprechen, sich auf die fragen und den moderator konzentrieren, das publikum nicht ganz ignorieren und auch noch gescheite antworten geben, das braucht übung. die muss ich mir mit noch vielen solchen auftritten holen, schätze ich. doch ich habe anscheinend die klippe ganz passabel umschifft und wurde zum fauteuil eskortiert. im sessel daneben hatte Sybil Schreiber platz genommen, die unsere texte vorlas.

los ging’s mit der vorlesung und was soll ich sagen: jemanden die eigene geschichte vorlesen und das publikum lachen und am schluss applaudieren hören – DAS ist das GRÖSSTE! das will ich immer wieder erleben.

der büchergutschen und der wunderschöne blumenstrauss waren schliesslich eine wunderbare belohnung für eine recht gelungene geschichte und ich möchte mich hier nochmals ganz herzlich beim Förderverein Nachbarschaftshilfe Zürich bedanken. zum schluss enthüllten der präsident und die geschäftsführerin des Fördervereins ein pallett voller bücher. “neben einander zusammen leben” heisst es, ist hellblau (meine lieblingsfarbe) und trägt den untertitel ”Geschichten aus der Nachbarschaft”. jeder der die veranstaltung besucht hat, durfte eins mit nachhause nehmen.

und dann kam das zweite i-tüpfelchen: autogrammjäger ;-) ! nach der preisverleihung gab es apéro und häppchen, nette gespräche und eben, menschen, die gerne meine geschichte von mir signiert haben wollten. das ist ein autoren-gefühl ohne gleichen!

!!! I’m a winner !!!

ihr musstet lange warten, bis ich mich wieder zu wort melde. das sal-studium stellt seine zeitlichen ansprüche. was zwar eine schreckliche ausrede für einen schreibjunkie ist. aber die aufgaben sind so spannend und die zeit so kurz …

heute aber gibts einen anlass, mich zu melden. so langsam steigt meine pulsfrequenz. zwischendurch treibts mir den schweiss aus den poren – nicht etwa weil ich wieder einen brillianten blog-post bei www.runcouchpotatoesrun.com gelesen hätte, der mich zu eigenen sportlichen hochleistungen anspornen täte (schaut euch da mal um, A. schreibt unglaublich lustige erfahrungsberichte).

nein, heute gehts um mich: ich bin preisträgerin! …

… jawoll, jetzt ist’s raus.

heute abend werden im zürcher volkshaus die drei besten beiträge zum schreibwettbewerb der Nachbarschaftshilfe Zürich prämiert – und meine geschichte ”Die alte Pfeiffer und ich” ist dabei! :-) ausserdem wurden die besten geschichten in einem buch zusammengefasst, das nach der prämierung herauskommt.

ich hätte ja erwartet, dass ich heute ganz gelassen durch den tag gehen würde. schliesslich steht der termin schon seit wochen. aber eben – ganz falsch gedacht. mein magen fühlt sich irgendwie komisch an – mordshungrig und völlig zugeknöpft. meine kehle hat ständig durst, was mich zu literweisem tee- und hahnenwasserkonsum treibt (nein, keinen gin! ;-) aber bestimmt ein cüpli beim apéro heute abend). und auf meinem bett liegen MINDESTENS DREI outfits, die ich heute abend tragen könnte – problem: ich hab zu keinem die passenden schuhe. und – brrrzzzzz – mein puls flattert nochmals ein paar … ähm …, ja was eigentlich? striche? prozent? grad? einheiten? … in die höhe.

allerdings: was mir noch mehr bauchschmerzen bereitet: es gibt einen moderator. und eine lesung. und einen ablauf. was, wenn ich mir den ablauf nicht merken kann? vor nervosität nicht sprechen kann?  oder wenn ich schuhe mit zu hohen absätzen trage und nicht elegant zur prämierung schreite sondern stolpere?

naja, ich werde wohl nicht GANZ so hohe absätze tragen.

trotz puls und bauchweh und schuhen: ich freu mich. immerhin bin ich ein WINNER und das ist doch einiges wert, nicht wahr?

entdeckt und angehängt 2

ein faszinierender link für alle notizbuch-fans und -sammler (wie mich)!

ich stöbere fast täglich bei:

http://www.notizbuchblog.de

zwischendurch gibts sogar ideen zum selber machen, tests und umfragen. toll gemacht mit bildern und clips.

 

sal – das 3. semester mit startschwierigkeiten…

… beginnt diese woche.

diesmal habe ich mich zusätzlich zum LitSch-studienlehrgang für 3 seminare angemeldet:

  • die kunst, geschichten zu erzählen
  • literarisches lektorat
  • einführung in crossmedia-strategien

“neue medien” werden immer stärker ein thema.

allerdings musste ich im skiurlaub merken, dass ich mich zwar eingeschrieben aber nicht definitiv angemeldet habe.  nun fällt leider die cross-media sache flach. schade, diese lektionen wären für dieses projekt hier sicher nützlich gewesen.

eins habe ich dafür gelernt: früh einschreiben ist gut - kurz vor anmeldeschluss den “buchen” button drücken, ist besser.

wie die dame von der administration so schön sagte – das wird mir nicht mehr passieren :-)

 

schreiben im urlaub?

eine woche lang habe ich mich in schreibabstinenz geübt.

ich hatte zwar hefte, netbook und iphone sicherheitshalber dabei, habe sie aber nur als dekoration gebraucht.

stattdessen bin ich lieber skilaufen gegangen und habe es sogar genossen – sonne, schnee, trübes wetter, den skifahrer-eintopf im restaurant sternen auf 1800 metern, bewegung, meine familie – alles hat gepasst.

geht ihr auch skilaufen oder macht ihr sonst “schnee-urlaub”? schreibt ihr im urlaub an euren buchprojekten weiter? bleibt ihr online? oder lebt ihr im urlaub genau so gut ohne social media?

über eure kommentare freue ich mich sehr. danke!

entdeckt und angehängt

ich habe zwei links hinzugefügt, die mir gut gefallen:

www.connors-licht.de - der autor ava felsenstein lässt uns mit text-auszügen an der entstehung seines sci-fi-romans teilhaben.

www.matcoen.ch - krimi-kurzgeschichten, die mir grossen spass machen. dave signer, der junge schweizer autor, schreibt witzige, unterhaltsame stücke.